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Vom tun und lassen – MOVIMENTOS Festwochen 2017

Bühnenbild, Konzeption, Performance, Realisierung, Szenografie

Vom tun und lassen – MOVIMENTOS Festwochen 2017

Vom tun und lassen

Freiheit inszeniert – der Vorhang öffnete sich für die Movimentos Festwochen im Theater Wolfsburg und als Gastspiel im Staatstheater Braunschweig. Die Tanzklasse der Movimentos Akademie, bestehend aus 37 Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 20, zeigten unter der Leitung von Choreograf Daniel Martins und Tanzpädagogin Sonja Böhme ein Tanzstück zum Festivalthema „Freiheit“.

Das Konzept des Bühnenbildes war Lichträume zu erschaffen, die den Tänzern Grenzen und Freiheiten suggeriert. Der Zwang bzw. die Chance sich seine eigene Freiheit zu definieren, ist in der westlichen Welt sowohl Fluch als auch Segen. Somit sollten sich die Tänzer ihre eigene Freiheit und Individualität durch Bewegung erkämpfen und ihr Bedürfnisse in körperliche und kognitive Räumlichkeit charakterisieren. Hierzu kamen Lichtquadrate gepaart mit physischen Lichtsäulen zu Einsatz, an denen sich der Tänzer abarbeiten sollte. Freiheit ist individuell, jeder bewegt sich in seinen persönlichen Grenzen – in der Inszenierung kamen verschiedene Freiheiten zum Vorschein, einige Tänzer erobern die Freiheit der Bühne, andere schützen sich in der Sicherheit der möglichen Grenzen, so z.B. sucht sich eine Tänzerin zum Schluss der Inszenierung ihren Freiheit und Glückseligkeit in Rahmen einer Lichtsäule, wo die restlichen Tänzer ihre Freiheit in der Gruppe finden. Jeder muss seinen Weg für sich selber gehen, aktiv seine Freiheit gestalten oder passiv in der Gesellschaft Schutz finden – das Stück setzt sich mit dem tun und lassen von eigenen Freiheiten und ihrer individuellen Interpretation auseinander.

Insgesamt gab es drei portalhohe Lichtsäulen in verschiedenen Dimensionen, die mal ganz die Bühne dominierten, als auch gar nicht zu sehen waren. Mal rein als Lichtquelle, mal als pures räumliches Element oder auch mal als Projektionsfläche für Videos und Bilder, jedoch stetig als präsentes raumübergreifendes Element, mit dem sich der Tänzer auseinandersetzen muss.

 Eine Gemeinschaftsarbeit von Sandra Hanschitz, Julia-Maria Gahlow und Raimund Schucht mit Unterstützung von Birgit Voß.

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